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Pay me if you can

Unser Forschungsteam war an der re:publica 2023 dabei. Unsere Session trug den Titel «Pay me if you can: Wie digitales Bezahlen verbindet und trennt». Darin zeigten wir, dass nur digital zahlen und bezahlt werden kann, wer die richtigen Beziehungen hat.

Die re:publica fand vom 7. bis 11. Juni 2023 in Berlin statt.

Täglich verhandeln wir mit Geld unsere Beziehungen: Ein Gutschein zum Geburtstag ist persönlicher als Bargeld, der fixe Brotpreis beim Bäcker markiert eine geschäftliche Beziehung und das Trinkgeld liegt im eigenen Ermessen. Die Art der Zahlung zeigt an, in welchem Verhältnis wir zu unseren Mitmenschen oder zum Geschäft stehen. Was, wenn dieses Verhältnis berechenbar wird, zum Beispiel mit Payback-Daten? Und was, wenn Zahlungsdienstleister und -Plattformen bestimmen, wer an wen bezahlen kann? Wir gehen diesen Fragen in drei Inputs nach.

Ein Euro ist nicht immer ein Euro

Das Geld von meiner Oma zu Weihnachten wird zum Spass-Geld, während mein Lohn die Familie finanziert und das Sparkonto meiner Tochter nicht angerührt wird bis sie 18 ist. Ist es ethisch vertretbar, Geld aus Drogenhandel in der Kirche zu spenden? Woher Geld kommt, bestimmt mit, wohin es geht. Wie verändert sich dieses Verhältnis mit Bezahl-Apps? Warum kann ich meine Arztrechnung (noch) nicht per PayPal begleichen?

Im Laden wird ein Euro manchmal mehr als ein Euro

Gewitzte Kund:innen erhalten zu jedem Einkauf noch Treuepunkte hinzu. Treue als In-Store-Currency bindet Konsumenten und Einzelhandel aneinander. Durch Cashbacks, Coupons oder personalisierte Angebote erhofft sich der Einzelhandel diese Treue zu maximieren. Wie wird Treue zur Währung? Und wie berechnet man eigentlich, welches die guten und welches die schlechten Kund:innen sind?

Wenn ich per Karte zahle, wird ein Euro weniger als ein Euro

Denn wenn ein Euro von A nach B fliesst, müssen Geschäfte ihren Zahlungsdienstleistern, also meinem Kartenherausgeber und dem Zahlungsnetzwerk Gebühren bezahlen: Mit digitaler Geld-Infrastruktur verdient man Geld. Wer wessen Karten akzeptiert und wer wie viel erhält ist Gegenstand vom Wettbewerb zwischen konkurrierenden Parteien. Wie beeinflussen Apps diese Verhältnisse und welche Rolle spielen dabei Transaktionsdaten?

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Personalisierung im Schweizer Detailhandel

Anlässlich des Dies Academicus der Universität Luzern durfte ich mein Forschungsprojekt vorstellen. In dem vierminütigen Input zeige ich auf, wo im Schweizer Detailhandel Einkaufsdaten gesammelt und zu welchen Zwecken sie ausgewertet werden.

Der Dies Academicus fand am 3. November 2022 an der Universität Luzern statt. Es würden fünf Ehrendoktorwürden vergeben, der Best Teaching Award und fünf Dissertationspreise (einen davon an Markus Unternährer). Mehr Infos, die Reden und einige Fotos unter: https://www.unilu.ch/universitaet/portraet/dies-academicus/2022

Das Input-Referat von mir startet bei 01:31:52.